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Informationen und Empfehlungen für Touristen und Besucher von Berlin

Der GASOMETER in SCHÖNEBERG

Der Gasometer in Schöneberg wurde von 1908 – 1910 nach dem Entwurf des Berliner Architheckten Alfred Messel montiert und war zum Zeitpunkt seiner Errichtung mit seinem Füllvolumen einer der drei größten Gasbehälter Europas.
Der Gasometer war nach dem Typus eines Teleskopgasbehälters konstruiert worden. Das Stadtgas wurde in einer ausgefahrenen Glocke gespeichert, die aus mehreren teleskopartig ineinandergeschachtelten Stahlelementen, sogenannten „Wassertassen“ bestand und in ein Wasserbassin eingelassen war. So konnte der Gasbehälter mit seiner maximalen Speicherkapazität von 160 000 qm Gas speichern, das für die Strassenbeleuchtung und die Haushalte genutzt wurde.
2007 erwarb ein privates Projektunternehmen denkmal + plus das Gasgelände zusammen mit dem Industriedenkmal und stelle Ende Mai 2007 ihr neues Projekt in Skizzen zur neuen Nutzung des Geländes dar.
Anfang September 2008 ist Europas größte LED – Werbewand am Gasometer angebracht worden.Man kann sie wirklich weit sehen. Werbefilme laufen dort und der Erlös soll in die Umgestaltung des Gelände einfließen.
Im Dezember 2008 wurde damit begonnen das Erdreich von 12.000 Tonnen ab zu fahren und zu waschen, die kontaminiert wurden im Laufe der Zeit.
Seit April 2009 dient nun der Gasometer als Aussichtsplattform. Die Firma Climb Berlin bietet Führungen für Gruppen bis zu zehn Personen an. Sicher einen Besuch wert.!!!

Schülerin gewinnt "be.belin"-Kampagne

Eine 17-jährige Schülerin hat den Berlin Wettbewerb um den kreativsten Spruch für die hauptstädtische Berlin Imagekampagne "be Berlin" gewonnen. Klara Martens wurde am 3. Juli 2008 vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ausgezeichnet. Klaus Wowereit enthüllte an dem Donnerstag am Roten Rathaus ein Großplakat mit ihrer Siegerzeile "Sei einzigartig, sei vielfältig, sei Berlin". Wowereit bezeichnete den Spruch als "überzeugenden Dreiklang". Er verdeutliche, dass in Berlin so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft leben.
Über 2000 Menschen hatten an dem Wettbewerb teilgenommen und Vorschläge über die Webseite sei.berlin.de eingereicht Der Wettbewerb startete Pfingstmontag und ging vier Wochen. Der Slogan musste nach dem Muster "Sei..., sei..., sei Berlin" vervollständigt werden.
Witzige Begenbenheit am Rande: Auf den Protest von streikenden Gewerkschaftern des öffentlichen Dienstes währdne der Veranstaltung mit Pfiffen und "Klaus, geh nach Haus!"-Rufen, reagiert Klaus Wowereit mit dem Spruch "sei Gewerkschafter, sei Querulant, sei Berlin".

Eine neue Skyline für die City West Berlin

Zoofenster, Schimmelpfeng-Areal und Riesenrad - In den nächsten Monaten beginnen die Arbeiten für drei prägende Neubauten mit einer Gemeinsamkeit: Alle wollen hoch hinaus.
Von Cay Dobberke
In den nächsten Jahren wird die City West eine neue Skyline erhalten – mit mindestens drei Millionen-Projekten, die zwischen 118 und 185 Meter hoch hinaus wollen. Außer dem neuen Hochhaus auf dem Zoofenster-Areal, das ein Investor aus Dubai bauen will, gibt es konkrete Pläne für ein Hochhaus-Hotel auf dem Gelände des Schimmelpfeng-Hauses an der Kantstraße. Zusammen mit dem neuen Riesenrad am Zoo bekäme die bisher von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Europa-Center geprägte Gegend an drei Stellen einen neuen Blickfang und wäre baulich der City-Ost voraus, wo sich die Hochhausplanungen am Alexanderplatz auf unabsehbare Zeit verzögern.
„Höchste Zeit, dass die City-West ihr Gesicht verändert“, findet der Architekt Kaspar Kraemer. „Es ist die Aufgabe unserer Generation, die Bausünden der Nachkriegszeit zu reparieren.“ Zwischen Bahnhof Zoo und Kantstraße sei „der bauliche Zustand unerträglich“. Kraemer, Beiratsmitglied der Bundesstiftung Baukultur und ehemaliger Präsident des Bundes Deutscher Architekten, war früher maßgeblich an der Projektentwicklung für ein Hochhaus an Stelle des Schimmelpfeng-Hauses in der Kantstraße beteiligt. Das Konzept für das Hochhaus auf dem Schimmelpfeng-Areal hat sich mittlerweile verändert. Nun soll dort ein Hotel entstehen. „Wahrscheinlich kein Luxushotel, sondern ein Zwei- bis Drei-Sterne-Haus. Da gibt es zu Messezeiten noch großen Bedarf“, sagt Kraemer. Auch Charlottenburg-Wilmersdorfs Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) wartet darauf, dass die großen Bauprojekte zwischen Breitscheidplatz und Bahnhof Zoo in Gang kommen. So gilt das Aussichtsrad am Zoo als künftiger Touristen-Attraktion. Die Bauarbeiten beginnen im Laufe dieses Jahres.
Auch für das seit 17 Jahren geplante „Zoofenster“-Hochhaus scheint der Weg frei. Anfang März werde das Projekt von den neuen Investoren und dem Bezirk vorgestellt, sagt Gröhler. Spätestens Anfang April sollen die Bagger rollen.
Die Bayerische Immobilien Gruppe, einer der Geldgeber für die Beseitigung des Autotunnels in der Budapester Straße, will mittelfristig mit der Modernisierung des „Zoobogens“ beginnen. Zu diesem Gebäudeensemble entlang der Hardenberg- und Budapester Straße gehören das Kino Zoo-Palast und das so genannte Bikini-Haus. Mit der Zeit geht nun auch das älteste Einkaufszentrum Berlins: Das seit 1965 bestehende Europa-Center hat eine grundlegende Modernisierung hinter sich, die auffälligste Veränderung ist der 2007 eröffnete Anbau mit dem größten Berliner Saturn-Elektronikmarkt.
Das Herz der City-West sei nach wie vor eine Toplage, sagt Kraemer. Jetzt zeichne sich ein neuer Aufschwung ab. Schade nur, dass „die Geschwindigkeitsfanatiker der Bahn“ nicht bereit seien, am Zoo wieder Fernzüge halten zu lassen.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.02.2008)

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